Video on Demand – Technik im Detail
Der Begriff Video on Demand bedeutet im Deutschen „Video auf Abruf“. Mit dieser Technik hat man die Möglichkeit, digitales Videomaterial auf Anfrage eines Internetdienstes oder –anbieters herunterzuladen oder direkt über den Video-Stream, natürlich mit der passenden Software, anzuschauen. Damit man sich den Video-Stream, also den Empfang in Echtzeit, anschauen kann, wird ein schneller Breitbandinternetzugang per DSL oder Kabel benötigt. Für eine optimale Bildqualität muss die Geschwindigkeit mindestens 6.000 Kilobit pro Sekunde betragen. Außerdem ist es nützlich, wenn man einen Internettarif mit unbegrenztem Datenvolumen, sprich eine Datenflatrate, besitzt, da nämlich ein reger Verkehr auf dieser Ebene herrscht.
Der technische Hintergrund
Entweder wird dieser Videofilm über eine Internetverbindung, ähnlich wie bei IPTV, oder auch über das Breitbandnetz vermittelt. Ein Rückkanal ist dazu da, um die Senderwahl eines Kunden an das Sendezentrum zu übermitteln. Dieser Rückkanal ist zwar bei einer Internetverbindung vorhanden, jedoch nicht bei einem Breitbandkabelnetz. Deshalb wird dann meistens bei Video-on-Demand, welches über Breitbandnetz läuft, ein Rückkanal über das Telefonnetz geschaltet. Des Weiteren unterscheidet man in folgenden Varianten:
- Der Download: Bei dieser Methode muss das Video vor Anschauung heruntergeladen werden. Bei einem sogenannten progressiven Download ist es aber möglich, schon während der Downloadzeit mit dem Anschauen anzufangen, vorausgesetzt, es sind schon ausreichend Daten heruntergeladen worden und der Puffer ausreichend ist.
- Das Streaming: Hierbei werden gleichzeitig die Daten heruntergeladen und wiedergegeben. Dafür benötigt der jeweilige Anbieter einen Streaming-Server und der Anwender einen dafür geeigneten Client.
Verschiedene Varianten
Eine verwandte Technik ist die Near Video-on-Demand, die umgangssprachlich auch Video near Demand genannt wird. Bei dieser Technik ist es nicht möglich, den Zeitpunkt beliebig zu wählen, sondern nur in festen Abständen. Beispielsweise kann man sich zu jeder vollen Viertelstunde in einen Stream eines Films einwählen, der dann immer neu beginnt. Wenn man jedoch den Zeitpunkt beliebig wählen kann, spricht man hier von True Video on Demand. Wird zur Verteilung der Videos anstatt eines Livestreams ein Datei-basierter Ansatz verwendet, nennt man diese Technik Push Video on Demand.
Zur Verfügung stehende Abrechnungsmethoden
- DTO (Download to Own): Das bedeutet, dass der Nutzer das Nutzungsrecht am Inhalt erwirbt und ihn beliebig oft wiedergeben und archivieren kann.
- PPV (Pay Per View): Hier erfolgt die Bezahlung pro Benutzung einer Einheit.
- SVoD, Subscription Video-on-Demand (Abonnement): Bei dieser Methode bucht der Kunde für einen bestimmten Zeitraum, in der Regel für einen Monat, eine Auswahl an Videos. Die Abrechnung erfolgt pauschal.
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